Chakra-System

Chakrenlehre 

Chakra-System

Chakra-Systeme: Übersicht zu den Systemen der Chakrenlehre weltweit. 7 Chakren (Veden, Yoga), 8. / 9. Chakra (Inkas) sowie das 12 und 16 Chakra-System.

Chakren-Systeme

Obwohl sich das System der 7 Hauptchakren international durchgesetzt hat, ist es nicht das einzige gebräuchliche System in der Chakrenlehre. Auch wenn das Wissen um die Chakren vor allem durch die indischen Veden und die spirituellen Traditionen des Yoga und Tantra übermittelt wurden, sind sie am Ende von Menschen überliefertes Wissen. Berichte über die Chakren finden sich in vielen spirituellen Traditionen auf dem ganzen Globus – ohne dass diese dazu miteinander explizit in Kontakt standen.

Die Chakren in den Veden

Dass sich das indische Sanskrit-Wort Chakra durchgesetzt hat, ist kein Zufall. In den hinduistischen Veden wird ausführlich über die Chakren berichtet. Frühe Texte berichten dabei nicht ganz übereinstimmend von 6, 7, 8 oder sogar 12 Chakras. In späteren vedischen Texten wie den Upanishaden (besonders den Sutren von Patanjali) und den tantrischen Schriften Sat-Chakra-Nirupana, Padaka-Pancaka und Gorakshashatakam werden vor allem jene 7 Chakren beschrieben, die heute von den meisten spirituellen Schulen und Energieheilern auf der ganzen Welt als die 7 Hauptchakren anerkannt sind.

7 Chakren

Unter diesen 7 Chakren versteht man die nachfolgenden Energiezentren:

  HauptchakraSanskrit
1.Wurzelchakra
Basichakra
Muladhara (Wurzelstütze)
2.SakralchakraSvadhistana (Süße, Liebliche)
3.Solarplexus-chakra
Sonnengeflecht
Manipura (Leuchtender Juwel)
4.HerzchakraAnahata (Unbeschädigte)
5.Halschakra
Kehlkopfchakra
Vissudha (Reinigende)
6.Stirnchakra
Drittes Auge
Ajna
(Wahrnehmende)
7.Kronenchakra
Scheitelchakra
Sahasrara
(Tausendfache)

In der Tradition des Yoga sind die Funktionen jedes Chakras detailliert beschrieben. Jedem Chakra werden verschiedene Attribute wie eine Chakra-Farbe, eine Wurzelsilbe / ein Mantra, ein Lotus, ein Planet, eine Gottheit, ein Element, Organe und vieles mehr zugeordnet.

Diese Zuordnungen decken sich erstaunlicherweise weitestgehend mit denen anderer Traditionen auf zum Teil anderen Kontinenten. Aufgrund der Reichhaltigkeit der hinduistischen Quellen hat sich dieses System nun weltweit und durch viele spirituelle Schulen hinweg etabliert und der Begriff Chakren wird weitgehend als identisch mit diesem System verstanden.

Inka-Chakra-System

Der Heiler und Lehrer Alberto Villoldo hat das Chakra-Modell der Inka im Westen bekannt gemacht. Das Inka-System besteht aus 9 Chakren, von denen die ersten 7 Chakren den Hauptchakren des Hindu- und Yogasystems entsprechen. Die beiden weiteren Chakren liegen oberhalb des Kopfes. Das 8. Chakra (wiracocha) liegt direkt oberhalb des Kopfes, wird als die „Quelle des Göttlichen“ bezeichnet und kann als Verbindung zu Gott durch die Seele verstanden werden. Das 9. Chakra (causay) liegt noch höher, und ist eins mit der gesamten Schöpfung als reiner Geist. Laut dem Inka-Chakra-System verbinden uns die unteren 5 Chakren mit der Energie der Erde, die oberen vier verbinden mit der Sonne und dem Geist. Bei Interaktion mit der Welt gehen von den Chakren leuchtende Energiefäden aus, die den Menschen energetisch mit der Natur, Pflanzen, Tieren und anderen Menschen verbinden.

Die Inka beschreiben das menschliche Energiefeld als einen Torus. Die Energie fließt aus dem Scheitelchakra heraus, durch das Energiefeld rund um den Körper herab, durchdringt die Erde wenige Zentimeter und fließt durch die Füße wieder nach oben. Die Chakren sind Organe dieses Energiefeldes. Wie die Chakren des Hindu-Systems, haben die Chakren bestimmte Funktionen und Attribute, die denen des Hindu-Modells in weiten Teilen entsprechen. Durch die Erweiterung des 7-Chakren-Systems um das 8. und 9. Chakra entspricht das heute in vielen spirituellen und esoterischen Schulen gebräuchliche System im Wesentlichen dem Inka-System – wenn auch die indischen Namen verwendet werden.

Das tibetische 6-Chakra-System

Das tibetische 6-Chakren-System kommt aus der schamanischen Bön-Religion Tibets, die sich später mit dem Buddhismus vermischt hat. Die 6 Chakren dieses Systems entsprechen Zugängen zu den sechs Ebenen der Existenz innerhalb der Ebene des Verlangens (des Zyklus der Wiedergeburten). Die 6 Chakren entsprechen beinahe den 7 Hauptchakren, jedoch fehlen das Stirnchakra und das Solarplexuschakra und dafür liegt ein Chakra in den Fußsohlen. Die Chakren sind also:

EbeneChakra
1. Deva: Glückseligkeit/DevasScheitelchakra
2. Asura: Halbgötter,Kehlkopfchakra
3. MenschenHerz
4. TiereSakralchakra
5. Preta: Hungrige GeisterWurzelchakra
6. Naraka: HölleFußchakra

Moderne Chakren-Systeme

Moderne Systeme integrieren das 8. und 9. Chakra und teilweise bis zu 16 Chakren in ihre Lehre und Aufmerksamkeit. Aus unserer Sicht sind diese Ansätze zwar theoretisch nicht falsch, und eine Beschäftigung in den Lehren ist sicherlich sinnvoll und wichtig, aber es stellt sich die Frage, ob man noch weiteren Chakren in die tägliche Arbeit aufnehmen sollte, wenn der Großteil der Menschheit bereits mit den wichtigsten 7 Chakren überfordert bzw. über sie zu wenig informiert ist. Wäre es in der Praxis da nicht ratsamer, sich grundsätzlich auf die 7 Hauptchakren zu konzentrieren und nur fallweise bzw. bei Bedarf die anderen Energiezentren mit einzubeziehen?

8. und 9. Chakra

Wie oben erwähnt wurde das System der 7 Chakren in jüngerer Zeit vor allem durch zwei weitere Chakren erweitert. Dieses 8. bzw. 9. Chakra befindet sich oberhalb des Kronenchakras. „Neu“ sind diese Chakren nicht wirklich, sie werden auch in den Veden unter verschiedenen Namen erwähnt und sind in einigen spirituellen Schulen des Tantra und Kriya-Yoga fester Bestandteil der spirituellen Praxis. Auch im System der Inka spielen diese Chakren eine große Rolle.

Beide Chakren stehen in besonderer Weise mit der Seele in Verbindung. Das 8. Chakra stellt in den meisten Schulen – wie im Inka-System – die Verbindung zum Absoluten durch die Seele dar. Dieses Chakra wird heute  in vielen Meditationstechniken verwendet, um eine direkte Verbindung zu sehr hohen und reinen kosmischen Energien aufzubauen, sowie die Energie der Seele stärker in den Körper zu bringen.

12-Chakra-System von Cyndi Dale

Ein populäres Chakra-System, das von den traditionellen Systemen in einigen Punkten abweicht, beziehungsweise dieses erweitert, ist das 12-Chakra-System von Cydie Dale. Neben den 7 körperbezogenen Chakren beschreibt das 12-Chakra-System noch 5 weitere Chakren, die außerhalb des physischen Körpers liegen:

Zwei weitere Chakren liegen oberhalb des Kopfes: Das 8. Chakra direkt über dem Kopf und das 9. Chakra etwa 30-40 cm über dem Kopf. Diese Chakren verbinden den Menschen laut Dale mit Energiefeldern, in denen die gesamten karmischen und seelischen Informationen gespeichert sind. Ein 10. Chakra wird unterhalb der Füße beschrieben (auch als Erdstern bekannt), welches der Erdung und der Verbindung zur Natur dient. Die 11. und 12. Chakren haben die Form von den Körper umgebenden Feldern, die den Menschen mit spirituellen Energien verbinden.

Vor allem das 8. und 9. Chakra finden, immer mehr Anerkennung unter Energieheilern und spirituellen Lehrern. Diese Chakren lassen sich auch in bestimmten Texten der hinduistischen Tradition und der Tradition der Inka finden.

16-Chakra-System

Die neuen Chakren

In der New-Age-Literatur und verschiedenen Channelings tauchen vermehrt sogenannte “neue Chakren“ auf, die der Theorie nach aufgrund des kollektiven Aufstiegsprozesses erst jetzt aktiviert werden. Die acht zusätzlichen Chakren befinden sich meist über dem Kopf. Über die genaue Lage und ihre Attribute herrscht jedoch Uneinigkeit, auch wenn der gleiche Terminus verwendet wird. Diese zusätzlichen Chakren sind laut dieser Sichtweise zwar in allen Menschen angelegt, für den Großteil jedoch inaktiv, so dass diese Dimensionen nicht bewusst zugänglich sind. Erst durch das spirituelle Wachstum und den Prozess des Aufstiegs werden diese zusätzlichen Chakren aktiviert. Diese Sichtweise soll erklären, warum verschiedene Menschen weitere Chakren oberhalb des Kronenchakras wahrnehmen können und warum diese Chakren der Menschheit erst jetzt in größerem Umfang zugänglich sind.



Weitere traditionelle Chakra-Systeme

Weitere Systeme sind von den Zulu, den Hopi und den Tsalgi (Cherokee) bekannt, diese sind jedoch kaum verbreitet und zeigen große Übereinstimmungen mit den dargestellten Systemen, so dass sie hier nur kurz erwähnt werden sollen.


5 Responses to “Chakra-System”

  1. Hallo ihr lieben warum so umständlich. Jedes gesprochene Wort hat automatisch einen (Grund)-Ton. Jedes Wort oder Zahl was man ausspricht hat eine Schwingung und was ist Schwingung und was ist Schwingung ich glaube das heißt TON.

  2. Hallo!
    Es ist erstaunlich wie viel im Internet über Chakras gesprochen und wie sehr die Quellschriften dahinter verborgen bleiben. Om, der Urklang wird immer nur als Silbe erwähnt. Wenn darin alles enthalten ist, wie klingt es dann? Es ist ja kaum vorstellbar das die eigenständige, indische Musikkultur darauf keine Antwort gibt. Saraswati ist die Schöpferin der Musik. Vielleicht finden sich dort einige interessante Ansätze. Das Sanskritt Alphabet, dessen zuordnung der Blütenblätter zu den Chakren? Birgt das keine Antworten? Lam, Vam, Ram, Jam, Ham, Bija Mantren. Alles nur Silben ohne Klangornung der Willkühr überlassen? So war es nicht das alte Indien! Die Vermutung das dieses Wissen dem Westen bisher vorenthalten wurde ist wahrscheinlicher :-)Ja es gibt die Sarguna und Nirguna Mantras aber wie klingen sie richtig?
    Lieben Gruß

  3. Max Altemüller:

    Ich habe gehört, dass den 7 indischen Haupt-Chakren nicht nur bestimmte Farben, Vokale usw., sondern auch Töne zugeordnet werden. Leider gibt es da verschiedene Angaben. Auch die Hersteller von Chakren-Klangschalen geben nicht bekannt, auf welches System sie sich beziehen bzw. wie sich das herleitet. Wie ich höre, gibt es feinsinnige Menschen, die nicht nur die Farben der Aura sondern auch diejenigen der Chakren sehen können. Wie verhält sich das mit den Tönen? Viele Grüße, Max

    • Hallo Max,
      das ist ein sehr interessantes Thema, dass wir auch noch erforschen. Leider sind wir noch zu keinem abschließenden Ergbenis gekommen, es gibt eine Vielzahl interessanter Phänomene in dem Bereich (432hz Musik, Solfreggio-Frequenzen, Schuman-Resonanz usw.) Es scheint, dass der Mechanismus, wie Musik wirkt etwas anders funktioniert als bei Farben. Es scheint zum Beispiel, dass die Obertonstruktur der Töne eine entscheidende Rolle spielt. Schon bei den Düften haben wir feststellen können, das reine synthetische Düfte fast keine Wirkung zeigen, während Pflanzen-Düfte (die sehr komplex sind) sehr gut funktionieren. Bei Tönen scheint es ähnlich zu sein. Trotzdem sollte eine eindeutige Zuordnung der Grundtöne eigentlich möglich sein.

      Wir arbeiten hier mit hellsichtigen Menschen und indischen Musikern zusammen und hoffen, die Ergebnisse unserer Forschungen bald präsentieren zu können! Sehr spannende Sache.

      Viele Grüße!
      David

  4. Ich beschäftige mich seit längerer Zeit im privaten Umfeld mit der Chakrenheilung. Viele Menschen öffnen sich nach und nach dieser Heilmethode bzw. Korrigieren von Energie. Wenn nun noch mehr Chakren beschrieben werden mit den dazugehörigen Aromen, Pflanzen, Edelsteinen, Vokalen, Mudras etc. geht wie oben beschrieben die Übersicht verloren. Bei dem der Heilen vermag und dem „Empfänger“, der ein Recht auf ausführliche Information hat. Mit lieben Grüßen Evi